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Präparationstechnik

Präparationstechnik

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Inhaltsbeschreibung

In aktualisierter Neubearbeitung liegt nun der Klassiker unter den Präparations- und Sammelanleitungen in der 5. Auflage vor. Dieses Buch unterstützt durch Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, anschauliche Zeichnungen und umfassende Literaturangaben nicht nur die praktische Feld und Exkursionsarbeit, sondern auch die wissenschaftliche Bearbeitung von Sammlungen. Fast alle Kapitel enthalten Abschnitte zum Sammeln, Präparieren und zum Konservieren sowie oftmals auch spezielle Hinweise zu besonderen Techniken oder Präparateeigenschaften. Auch der umfangreiche und erweiterte Rezepturanhang zur Herstellung der gängigsten verwendeten Lösungen sowie bietet beste Voraussetzungen, die makroskopische Präparationstechnik anwenden zu können.

Dieses in der Aus- und Weiterbildung von Präparatoren sowie Kostoden und Kuratoren zoologischer Sammlungen unentbehrliche Fachbuch wird darüber hinaus von all jenen genutzt, die wissen müssen, wo, wie und wann man bestimmte wirbellose Tierarten finden kann, welches die geeignetste Präparationsmethode ist und wie man eine wissenschaftliche Sammlung einrichtet.

 

 

Bespr.: Entomo Helvetica 2:178

Die Verwendung geeigneter Sammel- und Erhebungsmethoden ist für den Erfolg biologischer Feldarbeit ebenso wichtig wie die Wahl geeigneter Präparations- und Konservierungstechniken für die Aufarbeitung des gesammelten Materials und dessen Auswertung, will man aussagekräftige Resultate erhalten. Biologische Sammlungen gewinnen so eine enorme Bedeutung, stellen sie doch eigentliche Datenbanken dar, mit denen verschiedenste Fragen untersucht und beantwortet werden können. Bedingt durch den grossen Formen- und Artenreichtum von Organismen existiert eine Vielzahl von Sammel- und Präparationstechniken, die zu überblicken fast nicht möglich ist. Das vorliegende Buch ist die 5. überarbeitete und aktualisierte Auflage eines Leitfadens für das Sammeln, Präparieren und Konservieren von makroskopischen wirbellosen Tieren.

Nach dem Vorwort, einem sehr detaillierten Inhaltsverzeichnis und einer kurzen Einführung folgt ein Kapitel, das allgemeinen Aspekten gewidmet ist. Es werden verschiedene Methoden, Utensilien und Fallen zum Sammeln von Tieren vorgestellt, gruppiert nach Lebensraum, Angaben zur Fixierung von Belegen gemacht und verschiedene Aspekte der Aufbewahrung diskutiert wie Etikettierung, Sammlungschutz oder Versand von Sammlungstieren. Der Text ist begleitet von schwarz-weiss Zeichungen und wenigen Fotos, die alle grau hinterlegt sind. Wichtige Hinweise sind fett gedruckt und mit einem Ausrufzeichen versehen.

Der Hauptteil des Buches, der 239 Seiten einnimmt, ist den einzelnen Tiergruppen gewidmet, wobei Taxa, die mit mikroskopischen Methoden untersucht werden müssen, nicht berücksichtigt sind. Wie im ersten Teil finden sich auch hier viele grau hinterlegte Strichzeichnungen und Fotos. Jeder Grossgruppe ist ein Kapitel gewidmet, das mit Zeichnungen - weiss auf schwarzem Hintergrund - von typischen Vertretern beginnt. Dadurch können die einzelnen Kapitel rasch gefunden werden und auch Nichtfachleute sehen leicht, um welche Tiergruppe es sich handelt. Naturgemäss ist das Kapitel über die Gliederfüsser mit 149 Seiten das umfangreichste. Die Methoden und Techniken, die hier vorgestellt werden, sind solche, die für bestimmte Taxa verwendet werden. Die einzelnen Methoden und Tipps sind jeweils mit Literaturzitaten belegt. Daraus und aus dem anschliessenden Literaturverzeichnis ist ersichtlich, wie gross die diesem Thema gewidmete Literatur ist. Das Buch endet mit vier Anhängen, einer davon eine Liste der Rezepturen häufig verwendeter Lösungen, und einem Register.

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und recht attraktiv illustriert, auch wenn gewisse Seiten wegen der Abbildungen sehr düster wirken. Leider ist auch die Qualität der Abbildungen nicht immer ganz so gut. So wird z.B. in Abb. 91 das richtige Nadeln von Käfern illustriert, man sieht aber wegen der Dunkelheit der Abbildung die relevanten Strukturen kaum. Trotz der vorgestellten grossen Fülle von Methoden kann das Buch nur eine Auswahl präsentieren, eine Tatsache, die dem Leser aber nicht unbedingt bewusst wird. Für jemanden, der mit der Materie nicht vertraut ist, wird es in gewissen Fällen schwierig sein, sich für eine bestimmte Technik zu entscheiden, da zu wenig über Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden gesagt wird. Trotzdem ist das Buch eine sehr hilfreiche Zusammenstellung einer grossen Fülle von Sammel- und Präparationstechniken, die fürs Studium von Invertebraten nötig sind.

Daniel Burckhardt

Entomo Helvetica 2:178